Anleitung
Karte bearbeiten: Räume teilen, No-Go-Zonen, virtuelle Wände
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Kurz gesagt
Die Karte bearbeiten Sie in der Hersteller-App im Bereich Kartenverwaltung oder Karte bearbeiten. Dort teilen Sie Räume mit einer Linie, legen Räume zusammen, vergeben Namen und setzen Sperrzonen, Wischsperren und virtuelle Wände. Bei mehreren Etagen speichern Sie je Etage eine eigene Karte. Menünamen und Funktionsumfang unterscheiden sich je nach Marke und Modell.
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Eine gute Karte ist die Grundlage für alles, was ein Saugroboter mit LiDAR oder Kamera an Komfort bietet: Raumreinigung, Sprachbefehle, Zeitpläne pro Zimmer und Zonen, die er meidet. Diese Anleitung zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie die automatisch erstellte Karte verbessern. Sie gilt sinngemäß für die Apps von Ecovacs, Roborock, Dreame und anderen Herstellern. Da sich Menüs mit App-Updates ändern, beschreiben wir die Funktionen und nennen die üblichen Bezeichnungen.
Vorbereitung: eine saubere Erstkarte
Bevor Sie Räume und Zonen bearbeiten, sollte die Karte vollständig und stabil sein. Öffnen Sie alle Innentüren, räumen Sie Gegenstände vom Boden und lassen Sie den Roboter eine Schnellkartierung oder einen ersten Reinigungslauf fahren. Viele Modelle bieten eine reine Kartierungsfahrt ohne Saugen an, die schneller geht.
Prüfen Sie danach, ob alle Räume erfasst sind und die Wände gerade verlaufen. Ist die Karte verzerrt oder fehlt ein Raum, lohnt sich eine neue Kartierung, bevor Sie Zeit in die Bearbeitung stecken.
Räume teilen, zusammenlegen und benennen
Die automatische Raumerkennung trennt Räume meist an Türöffnungen. Offene Wohn- und Essbereiche erkennt sie oft als einen Raum, kleine Flure dagegen manchmal als Teil eines Zimmers. Das korrigieren Sie in der Raumbearbeitung.
- 1
Öffnen Sie in der App die Karte und wählen Sie Karte bearbeiten oder Raumeinteilung.
- 2
Zum Teilen wählen Sie einen Raum, tippen auf Teilen und ziehen die Trennlinie an die gewünschte Stelle.
- 3
Zum Zusammenlegen markieren Sie zwei benachbarte Räume und tippen auf Zusammenführen.
- 4
Vergeben Sie eindeutige Namen wie Küche, Flur oder Kinderzimmer. Diese Namen nutzen später auch Sprachassistenten.
- 5
Speichern Sie die Änderungen.
Hinweis:Wählen Sie Raumnamen, die ein Sprachassistent gut versteht, und vermeiden Sie ähnlich klingende Namen. Mehr dazu im Artikel zur Alexa-Einrichtung.
Sperrzonen, Wischsperren und virtuelle Wände
Sperrzonen, auch No-Go-Zonen genannt, sind Rechtecke, die der Roboter nicht befährt. Wischsperren gelten nur, wenn gewischt wird, der Roboter saugt dort aber weiter. Das ist ideal für Teppiche bei Geräten ohne Mopp-Lift. Virtuelle Wände sind Linien, die er nicht überquert, etwa vor einem Treppenabsatz oder einem niedrigen Schrankspalt.
Setzen Sie Zonen großzügig, denn die Positionsbestimmung hat eine gewisse Toleranz. Typische Einsatzorte sind Futternäpfe, Kabelbereiche, Fransenteppiche und Katzenklos. Mehr zu diesen Fallen lesen Sie unter Saugroboter bleibt an Teppichfransen und Kabeln hängen und Saugroboter und Katzen.
| Funktion | Wirkung | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Sperrzone (No-Go) | Weder saugen noch wischen | Kabel, Näpfe, Katzenklo |
| Wischsperre (No-Mop) | Nur saugen, nicht wischen | Teppiche, Holz an empfindlichen Stellen |
| Virtuelle Wand | Linie wird nicht überquert | Türspalt, Treppenabsatz, Schrankspalt |
| Teppichzone | Eigene Teppicheinstellungen | Läufer, Wohnzimmerteppich |
Mehrere Etagen anlegen
Viele LiDAR-Modelle können mehrere Karten speichern, in Listings ist oft von drei bis fünf Etagen die Rede. Tragen Sie den Roboter auf die neue Etage, starten Sie dort eine Kartierung und speichern Sie die Karte als neue Etage. Die Station bleibt meist auf einer Etage. Auf den anderen arbeitet der Roboter ohne Absaugung und Moppwäsche und kehrt am Ende dorthin zurück, wo er gestartet ist, oder bleibt stehen.
Die meisten Geräte erkennen die Etage automatisch, wenn Sie sie absetzen. Gelingt das nicht, wählen Sie die Karte manuell in der App. Wie Sie mehrere Etagen praktisch organisieren, beschreibt Können Saugroboter Treppen und Stufen steigen?.
Hinweise zu Ecovacs, Roborock und Dreame
In der Ecovacs-App finden Sie die Funktionen meist über die Karte und einen Bearbeiten-Knopf, bei Roborock über die Kartenverwaltung und die Bereiche für Raumeinteilung und Sperrzonen, bei Dreame über die Kartenbearbeitung. Zusätzliche Optionen wie Reinigungsreihenfolge, Saugstufe pro Raum oder Möbel-Symbole in der Karte hängen vom Modell ab.
Eine offizielle Desktop-Anwendung zur Kartenbearbeitung bieten die großen Hersteller derzeit nach unserem Kenntnisstand nicht an. Welche Wege es gibt, die Karte trotzdem am PC zu bearbeiten, erklärt Saugroboter-App am Windows-PC nutzen. Welche Navigationsart eine genaue Karte liefert, zeigt der Vergleich der Navigationsarten.
Wenn die Karte plötzlich falsch ist
Kommt es nach Umstellen von Möbeln oder einem Umzug der Station zu einer verschobenen Karte, versucht der Roboter oft, sich neu zu verorten. Gelingt das nicht, legt er manchmal eine neue Karte an und Ihre Zonen sind verschwunden. Sichern Sie deshalb die Karte, wenn Ihre App eine Speicher- oder Sicherungsfunktion anbietet.
Bei wiederkehrenden Problemen helfen saubere Sensoren, ein fester Platz für die Station und ausreichend Licht bei Kamera-Navigation. Verschmutzte LiDAR-Fenster und Kameras sind eine häufige Ursache für Kartenfehler, siehe Saugroboter reinigen.
Häufige Fragen
Warum hält sich der Roboter nicht an die Sperrzone? Oft hat er sich in der Karte falsch verortet oder die Zone ist zu knapp gesetzt. Vergrößern Sie die Zone und prüfen Sie, ob die richtige Etage aktiv ist.
Kann ich die Karte nach dem Bearbeiten wieder zurücksetzen? Viele Apps bieten eine Sicherung oder das Löschen und Neuanlegen der Karte. Beim Neuanlegen gehen Räume und Zonen verloren.
Brauche ich für Sperrzonen eine Kamera? Nein. LiDAR-Geräte unterstützen Sperrzonen in der Regel ebenso. Modelle mit reiner Gyro-Navigation ohne Karte bieten sie meist nicht.
Kann ich für jeden Raum eine eigene Saugstufe einstellen? Bei vielen aktuellen Modellen ja, in den Raumeinstellungen. Ob Ihr Gerät das kann, zeigt die App.
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